Freitag, 12. Januar 2018

Ein perfekter Tag?!

Ernsthaft?! Am ersten ganzen Tag im Wellness-Urlaub so ein Blogtitel???

Was gehört für dich zu einem perfekten Tag? Gab es den schonmal? Warum war er perfekt? Oder suchst du noch nach ihm a lá Goethes Faust "Werd ich zum Augenblick sagen: Verweile doch, du bist so schön"?

Warum war heute ein perfekter Tag? Dazu ein kurze Geschichte zum letzten perfekten Tag.
Der war im vergangenen Jahr 2017, also:
Es war einmal ... ein Tag im Oktober, so manch einer würde sagen völlig unbedeutend, da grau, kalt und so gar kein goldener Herbst, doch das alles zählt nicht für den Status perfekter Tag, denn genau dieser eine Samstag im Oktober muss im Zusammenhang betrachtet werden. Kurz vorher habe ich meine langjährige Beziehung beendet und sollte mich wahrscheinlich der Statistik nach auf dem Sofa mit Eis und Liebesfilm wiederfinden. Stattdessen war ich shoppen, allerdings nicht aus Frust, sondern aus Lust am Zeit mit zwei Freundinnen verbringen, die ich beide zu diesem Zeitpunkt kaum kannte. Einfach mal wieder Spaß haben ohne Sorgen und Kummer und ohne Stress oder Druck. Einfach leben. Das hat mir sehr geholfen und ich bin den beiden für diese spontane Shoppingtour unglaublich dankbar. Jetzt fragst du dich zu recht:"Die ist wirklich wegen einer Shoppingtour so glücklich und nennt diesen Tag dann perfekt?!" Nein, nicht nur wegen der Shoppingtour, die ganze Atmosphäre hat gestimmt und zudem haben wir am Ende einer bestimmt achtstündigen Tour jede in einem heißen Kleid beschlossen zusammen weg zu gehen. Feiern! Wer mich jetzt nicht so genau kennt, sollte als kleines Detail noch wissen, dass ich noch nie freiwillig feiern war. Um genau zu sein, war ich noch nie weg - das eine Mal im WON zählt nicht wirklich. Diese spontane Idee und mein Gedanke, warum eigentlich nicht, waren genau das, was den Abend noch perfekt machte. Gegen jede Vernunft und mein Gewissen, nach Hause, duschen und mit allem Kram wieder los. Gemeinsam Abendessen, fertig machen und los in den Club. Auf die Blicke, die ich bekam bin ich stolz, die Pfiffe waren mir peinlich und das Getatsche der Männer sollte denen peinlich sein, aber insgesamt ein tolle, heiße Nacht, in der ich tatsächlich auch vergessen konnte wie ich wohl auf der Tanzfläche aussah. Bis in die Morgenstunden hatten wir Spaß und ich werde diesen Tag niemals vergessen. 

Manchmal braucht man kein gutes Buch, sondern Freundinnen, mit denen man die beste Geschichte selbst schreibt.

Doch kommen wir zum heutigen Tag, warum war der heutige Tag perfekt?
1. Kein Stress! Weder zum Aufstehen, noch zum Dinge oder Pflichten erfüllen, noch zum Gestalten des Tages. Klingt vielleicht banal, aber zuhause bin ich trotz meiner sehr toleranten Mama unterbewusst anders eingestellt und verlange viel von mir - vielleicht so wie meine Mama viel von sich verlangt. Das heißt im Klartext: Angst Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen ist zuhause präsent, hier nicht, denn hier ist Urlaub.
2. Es wird sich um die grundlegenden Dinge gekümmert. Also am Frühstücksbüfett muss ich mir gerade nur so aussuchen und herauspicken, was ich essen möchte, bei meinem Behandlungstermin einfach nur entspannen und beim Abendessen, einfach nur genießen.
3. Manchmal hilft es Abstand zu den Dingen zu haben. Also manch ein Papierstapel auf dem Schreibtisch macht einen unterbewusst nervös und gibt einem das Gefühl nicht genug erledigt zu haben. Ein Regal voller ungelesener Bücher, das Gefühl niemals genug Zeit für alle zu haben und ein Klavier, nicht genug kreative Zeit zum Üben und Entspannen zu haben. Wie man es dreht und wendet vieles gibt uns unterbewusst ein Signal, weshalb Minimalismus oder das altmodische Ausmisten und Aufräumen eigentlich so beliebt ist. Das äußerliche Aufräumen verändert auch etwas in uns.
4. Die kleinen Dinge. Na klar, das alte Klischee nur die kleinen Dinge zählen. Ja, manchmal und manchmal reichen sie auch aus.

Abgesehen von diesen ganzen Punkten möchte ich einmal klar formulieren, wie mein Tag war:
Heute habe ich einfach das gemacht was ich wollte. Ausschlafen, nach dem Aufstehen kurz lüften, Yoga machen, duschen, frühstücken, meditieren und dann lesen. Klingt wenig spektakulär, war es auch. Wie gesagt, manchmal sind es die kleinen Dinge. Dann ist etwas durchaus spannendes passiert, doch hier an dieser Stelle darf ich nur verraten, es war ein Anruf. Und zwar ein sehr bedeutender für mich, daraufhin ändert sich mein Leben in gewisser Weise und bevor noch jemand Angst bekommt, alles im grünen Bereich. Nach diesem Anruf hatte ich eine Behandlung Jin Shin Jyutsu. Eine völlig neue Erfahrung für mich und durchaus so interessant, dass ich im Moment ganz gerne auch danach behandeln möchte. Vielleicht lässt sich das demnächst umsetzen und ich kann lernen, wie ich mit dieser Methode behandeln kann. Diese Behandlung hat mich geerdet und ich konnte so manches Loslassen. Ebenso hat es meinen Kopf ganz gut getan. Den restlichen Tag habe ich mit einem netten Gespräch einer Mitarbeiterin des Hauses, lesen und stricken zugebracht. Abends musste ich mich fast aufraffen um nach unten zum Abendessen zu gehen. Natürlich hat es sich richtig gelohnt. Einen kleinen Salat vom Büfett, zwei Quinoafrikadellen mit Gemüse und Rosmarinkartoffeln und zum Nachtisch noch eine Geschmacksexplosion der besonderen Art. Dunkles Schokoladenmousse mit Himbeeren und dem besten Vanilleeis, das ich je gegessen habe. Die Mousse war so schokoladig, cremig, fluffig und das Vanilleeis mit intensiven Geschmack nach Tahiti Vanille unfassbar gut. Dazu habe ich mir ein Gläschen Rosé gegönnt zur Feier des Tages.
Ein perfekter Tag - zumindest für mich!

Wie war dein Tag?

deine Anja

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